Wir arbeiten bei unserer Herstellung sowohl mit glasfaser- (GFK) als auch mit
kohlefaserverstärktem (CFK) Kunststoff. Beide Materialien haben ihre Vorzüge.

Herstellung GFK

Glasfaser Matte Glasfaser Gewebe

Ein großer Vorteil der Glasfaser liegt in seiner relativ hohen Elastizität bei Bruchbelastungen, die über der
von CFK-Bauteilen liegt. Der glasfaserverstärkte Kunststoff zeigt ein ausgezeichnetes Korrosionsverhalten,
auch in aggressiver Umgebung. Dies macht ihn zu einem geeigneten Werkstoff für Behälter im Anlagenbau
oder auch für Bootsrümpfe. Die, verglichen mit kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff, hohe Dichte und
damit das höhere Gewicht wird durch die oben genannte Vorteile bei diesen Anwendungen kompensiert.

Wir fertigen unsere GFK Bauteile in zwei verschiedenen Varianten: mit Polyesterharz und mit Epoxidharz.
GFK mit Polyesterharz sind härter als mit Epoxidharz verarbeitete Glasfaserkunststoffe. Das Material eignet
sich hervorragend für große Bauteile, bei denen nicht auf das Gewicht geachtet werden muss.
Polyesterharz-GFK sind auch preisgünstiger als die mit Epoxidharz verarbeiteten.
Epoxidharz-GFK finden viel Verwendung im Modellbau. Das Material macht die Bauteile sehr leicht und ist
somit sehr gut hierfür geeignet.

CFK

Kohlefaser Gewebe

Kohlefasergewebe Köper

Kohlefaser (Carbonfaser) weist eine etwas höhere Zugfestigkeit und bedeutend höhere Steifigkeit auf als
Glasfaser. Das spezifische Gewicht ist um ca. 30 Prozent niedriger. Kohlefaser eignet sich deshalb
besonders für Leichtbauteile, bei denen extreme Festigkeiten bei gleichzeitig niedrigem Gewicht verlangt
sind. Die Dauerfestigkeit bei dynamischer Belastung ist hervorragend. Aufgrund des leicht negativen
Ausdehnungskoeffizienten lassen sich Bauteile herstellen, die sich unter Wärmebelastung nur gering oder
gar nicht verformen.

Im Fahrzeugbau beweisen CFK-Bauteile durch ihre Fähigkeit, sehr viel Energie zu absorbieren, immer
wieder ihre Vorteile bei Unfällen z.B. auch bei der Formel 1. Allerdings liegen sie preislich über den
GFK-Bauteilen. Unsere CFK-Bauteile werden ausschließlich mit Epoxidharz gefertigt.

Kevlar:

Kevlar

Aramidfasern sind goldgelbe organische Kunstfasern aus aromatischen Polyamiden.

Die Fasern zeichnen sich durch sehr hohe Festigkeit, hohe Schlagzähigkeit, hohe Bruchdehnung, gute
Schwingungsdämpfung sowie Beständigkeit gegenüber Säuren und Laugen aus und sind darüber hinaus
sehr hitze- und feuerbeständig. Aramidfasern schmelzen bei hohen Temperaturen nicht, sondern beginnen
ab etwa 400 °C zu verkohlen. Bekannte Markennamen für Aramidfasern sind Nomex und Kevlar von
DuPont oder Teijinconex, Twaron und Technora von Teijin.

Hybrid-Gewebe (Aramid-Kohlenstoff-Fasern)


Kohlefaser Aramid Gewebe

Dieses Gewebe ist eine Mischung aus Aramid und C-Faser. Je nach Verwendung ist die Zusammensetzung
der beiden Faseranteile unterschiedlich. Kohlefaser ist superleicht, hochzugfest und besitzt eine hohe
Steifigkeit, hat aber eine geringe Bruchdehnung und ist spröde. Dieses Manko fängt des Aramidgewebe auf,
es ist schlagzäh und schleiffest. Bauteile aus Hybrid-Gewebe sind passgenau und stabil. Durch die
hochwertigen Eigenschaften des Materials sind weniger Lagen erforderlich, was wiederum bedeutet, dass
das Bauteil bei gleicher Stabilität weniger Gewicht auf die Waage bringt. Die Bauteile werden ebenfalls
handlaminiert und  je nach Einsatzzweck lackiert.

Grundsätzlich gibt es bei der Herstellung von GFK- und Kohlefaser- oder Kevlar- Komponenten keine Grenzen.

Fast alles ist machbar! Fragen Sie uns.